Der heilige Nikolaus von Bari ist einer der beliebtesten Heiligen der Christenheit. Er war ein barmherziger Bischof von Myra und steht im Zentrum zahlreicher Legenden. Sein Fest am 6. Dezember wird bis heute besonders von Kindern gefeiert.
Der heilige Nikolaus von Bari gehört zu den bekanntesten und meistverehrten Heiligen der ganzen Welt. In der Ostkirche gilt er nach der Gottesmutter Maria als der bedeutendste Heilige. Zwar sind die historischen Fakten begrenzt, doch sein Ruf als Wohltäter und Barmherziger hat sich über Jahrhunderte erhalten.
Er wurde in Patara in Lykien geboren, in eine wohlhabende und fromme christliche Familie. Seine Mutter war die Schwester des Bischofs von Myra, der auch Nikolaus zum Priester weihte. Seine Geburt war als göttliches Geschenk angekündigt worden, und er erhielt eine streng christliche Erziehung.
Als seine Eltern durch die Pest starben, verteilte Nikolaus sein gesamtes Erbe an die Armen. Bald darauf wurde er Abt des Klosters seines Onkels. Die Wahl zum Bischof von Myra erfolgte der Legende nach, weil der Klerus beschloss, den ersten Mann, der die Kirche betrat, zum Bischof zu ernennen – und Nikolaus trat als Erster ein.
Es war eine schwere Zeit für Christen, die unter Kaiser Diokletian verfolgt wurden. Nikolaus führte seine Gemeinde mit Mut und Askese, fastete streng und schlief auf dem nackten Boden. Schließlich wurde er verhaftet, gefoltert und erst nach der Legalisierung des Christentums durch Kaiser Konstantin freigelassen. Einige Quellen berichten, dass er am Konzil von Nicäa (325 n. Chr.) teilnahm.
Sein Kult verbreitete sich zunächst im Osten, später in ganz Europa, besonders in Russland. In Italien gewann die Verehrung stark an Bedeutung, nachdem Seeleute seine Reliquien 1087 nach Bari brachten. Dort wurde die prächtige Basilika San Nicola errichtet, die bis heute ein bedeutender Wallfahrtsort ist.
Zahlreiche Legenden erzählen von seiner Großzügigkeit. Die berühmteste berichtet, wie er drei Mädchen vor der Prostitution bewahrte, indem er ihnen heimlich drei Goldsäcke durch das Fenster warf. Dieses Wunder ist Ursprung der bekannten Symbole der drei goldenen Kugeln und der drei Geldsäcke. Noch heute warten Kinder in vielen Ländern in der Nacht des 6. Dezember auf seine Gaben.
Als Bischof mit langem weißem Bart, im Osten oft kahl, mit drei Goldsäcken, drei goldenen Kugeln, drei Broten, drei Goldbarren, drei Äpfeln, drei Knaben, sowie mit Schiff, Ruder und Anker. Häufig im Kreis der Vierzehn Nothelfer.
6. Dezember
Von Russland, Schweiz, Lothringen, Amsterdam, Meran, Ancona, Bari, Trani, New York; Patron der Kinder, Messdiener, Schüler, Mädchen, Jungfrauen, Reisenden, Pilger, Fischer, Seefahrer, Müller, Bäcker, Metzger, Wirte, Brauer, Steinmetze, Arbeiter, Bauern, Feuerwehrleute; für eine glückliche Ehe, zur Wiedererlangung gestohlener Dinge, gegen Diebstahl und Gefahren auf dem Wasser.
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