Skulptur der Heiligen Margareta von Antiochien, christliche Jungfrau und Märtyrin, eine der vierzehn Nothelfer. Symbol für Mut, Glauben, Schutz und Sieg über das Böse.
Die Heilige Margareta von Antiochien, in der orthodoxen Tradition Marina von Antiochien genannt, gehört zu den beliebtesten Gestalten der mittelalterlichen christlichen Frömmigkeit und zählt zu den berühmten vierzehn Nothelfern.
Sie gilt als besonders mächtige Heilige, da sie der Überlieferung nach – ähnlich wie der Heilige Georg – einen Drachen besiegte.
Obwohl nur wenige historische Informationen über ihr Leben bekannt sind, verbreitete sich ihre Verehrung besonders im Mittelalter rasch in ganz Europa.
Der Legende nach wurde Margareta in Antiochien, dem heutigen Antakya in der Türkei, in eine heidnische Familie geboren.
Ihr Vater war ein heidnischer Priester, während ihre Mutter starb, als Margareta noch ein kleines Kind war.
Daraufhin wurde sie einer christlichen Amme anvertraut, die sie heimlich im christlichen Glauben erzog.
Als ihr Vater von ihrer Bekehrung erfuhr, versuchte er vergeblich, sie durch Drohungen und Bitten vom Christentum abzubringen.
Da die junge Frau standhaft im Glauben blieb, führte er sie vor den Statthalter Olybrius.
Der Statthalter war von ihrer außergewöhnlichen Schönheit tief beeindruckt und wollte sie zur Frau nehmen.
Er versprach ihr Reichtum, Macht und ein Leben im Kaiserpalast, wenn sie dem christlichen Glauben abschwören würde.
Margareta lehnte jedoch entschieden ab und erklärte, dass ihr einziger Bräutigam Jesus Christus sei.
Wütend über ihre Ablehnung ließ Olybrius sie einsperren und grausam öffentlich foltern.
Der Überlieferung nach wurde sie an den Haaren aufgehängt, gegeißelt und mit eisernen Kämmen gequält, die ihr Fleisch zerrissen.
Nach den Folterungen wurde sie erneut ins Gefängnis gebracht, wo plötzlich ein schrecklicher Drache erschien und sie verschlingen wollte.
Mit letzter Kraft vertrieb die Heilige Margareta das Ungeheuer durch die Macht des Kreuzes.
Als sie am nächsten Tag erneut vor den Statthalter geführt wurde, waren all ihre Wunden auf wunderbare Weise geheilt.
Dieses Wunder beeindruckte das Volk tief, und viele Menschen ließen sich taufen.
Aus Angst vor weiteren Bekehrungen ordnete der Statthalter sofort ihre Enthauptung an.
Vor ihrem Tod forderte die Heilige Margareta alle Verfolgten auf, in schweren Zeiten ihren Namen anzurufen.
Sie starb um das Jahr 300 n. Chr. als Märtyrin, und später wurde über ihrem Grab in Antiochien eine Kirche errichtet.
Gemeinsam mit der Heiligen Barbara und der Heiligen Katharina von Alexandrien gehört sie zur Gruppe der berühmten „heiligen Jungfrauen“.
Im Mittelalter war die Verehrung der Heiligen Margareta besonders unter Bauern und Familien weit verbreitet.
Ikonographie: Die Heilige Margareta wird mit einem Drachen, Kreuz, Krone, Fackel, Eisenkamm, Palme oder Buch dargestellt, oft zusammen mit der Heiligen Barbara und der Heiligen Katharina.
Gedenktag: 20. Juli.
Patronin: Der Jungfrauen, Ehefrauen, Gebärenden, Ammen und Hirten sowie angerufen bei schwierigen Geburten, für Fruchtbarkeit, Wundheilung und gegen Unfruchtbarkeit.
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