Heiliger Pio von Pietrelcina, genannt Padre Pio, war ein Kapuzinerpriester mit Stigmata. Weltweit verehrt für seine Heiligkeit, Wunder und sein Mittragen des Kreuzes Christi.
Geboren als Francesco Forgione am 25. Mai 1887 in Pietrelcina (Provinz Benevento). Aus armen, frommen Verhältnissen stammend, zeigte er früh eine tiefe Spiritualität und überlebte schwere Kinderkrankheiten.
1903 trat er als Novize in den Kapuzinerorden ein und nahm den Namen Pio an. Trotz gesundheitlicher Schwierigkeiten ließ er sich zum Priester weihen im Jahre 1910. Er wirkte zunächst in Pietrelcina, wurde aber 1915 als Sanitäter eingezogen und später entlassen.
Er ließ sich schließlich in San Giovanni Rotondo nieder, wo 1918 die Stigmata an seinem Körper erschienen. Obwohl er versuchte, diese mit fingerlosen Handschuhen zu verbergen, strömten bald Gläubige aus aller Welt zu ihm.
Von kirchlicher Seite unterlag er langen Prüfungen. Zwischen 1922 und 1934 durfte er nicht öffentlich zelebrieren oder mit Gläubigen korrespondieren. Seit 1940 galt er als spiritueller Bezugspunkt, viele berichteten von Heilungen durch seine Fürsprache.
Padre Pio litt bis zu seinem Tod am 23. September 1968. 1956 gründete er das Krankenhaus Casa Sollievo della Sofferenza. Er wurde 1999 selig- und 2002 heiliggesprochen von Papst Johannes Paul II., mit dem er eng verbunden war.
Heute existieren über 2.700 Gebetsgruppen in seinem Namen, und sein Heiligtum ist eine der meistbesuchten Pilgerstätten Italiens.
Ikonographie:
in Kapuzinerhabit, mit oder ohne Stola, mit fingerlosen Handschuhen, Rosenkranz, Kreuz
Gedenktag:
23. September
Patron:
des Zivilschutzes, Blutspender, Rettungshelfer
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