Die heilige Anna, die Mutter der Jungfrau Maria, ist eine der verehrtesten Gestalten der christlichen Tradition. Sie steht für Glauben, Hoffnung und das Wunder der Mutterschaft und wird besonders in familiären Anliegen angerufen.
Die heilige Anna, Mutter der seligen Jungfrau Maria, gehört zu den beliebtesten und meistverehrten Heiligen. Obwohl ihre Geschichte nur wenig überliefert ist, wird ihr Name bereits um 150 n. Chr. im Protoevangelium des Jakobus erwähnt und steht seitdem für Glauben, Hoffnung und Mutterschaft.
Anna und ihr Ehemann Joachim stammten aus dem Geschlecht Davids, dem die Ankunft des Messias verheißen worden war. Nach der Hochzeit weihten sie ihr Leben Gott und teilten ihren Besitz in drei Teile: einen für den Tempel, einen für die Armen und einen für ihren eigenen Lebensunterhalt.
Trotz zwanzigjähriger Gebete blieb das Paar kinderlos. Als der Hohepriester Joachims Opfer wegen ihrer Kinderlosigkeit ablehnte, zog er sich tieftraurig in die Wüste zurück, um zu beten und zu fasten. In dieser Zeit erschien beiden ein Engel und kündigte die Geburt einer Tochter an, deren Name in aller Welt bekannt sein würde.
Die Verheißung erfüllte sich und Anna brachte Maria zur Welt – die Mutter Gottes, das „Meisterwerk des Herrn“. Mit großer Liebe erzogen sie das Kind und brachten es im Alter von drei Jahren in den Tempel, um ihr Gelübde zu erfüllen. Dort nahm der Hohepriester Zacharias die kleine Maria auf.
Nach der Tempelweihe wird Anna in den Texten nicht mehr erwähnt, doch ihre Verehrung wuchs im Laufe der Jahrhunderte. Ihre Reliquien befanden sich wahrscheinlich in Jerusalem und wurden später nach Konstantinopel überführt. Zahlreiche Kirchen in Europa und Amerika tragen ihren Namen, und viele Bräuche sind mit ihrem Festtag verbunden.
Die heilige Anna gilt als Sinnbild für Vertrauen im Gebet, mütterlichen Schutz und Hoffnung in familiären Nöten.
Dargestellt als Matrone mit Kopftuch, in der „trinitarischen“ Haltung mit Maria und dem Jesuskind oder mit einem Buch.
26. Juli
Patronin von Florenz, Innsbruck, Neapel, der Bretagne; der Hausfrauen, Arbeiterinnen, Mägde, Bergleute, Weber, Goldschmiede, Tischler; angerufen von Müttern, Schwangeren, Witwen, Armen, für eine gute Ehe, bei Kinderwunsch, für Regen, gegen Gewitter, Fieber, Kopfschmerzen, Brustschmerzen und Bauchleiden sowie für das Wiederfinden verlorener Gegenstände.
Vielleicht gefällt Ihnen auch