Mutter Teresa von Kalkutta ist eine der bekanntesten Heiligen des 20. Jahrhunderts. Durch ihren Einsatz für die Ärmsten der Armen wurde sie zu einem Symbol der Barmherzigkeit und Nächstenliebe.
Mutter Teresa, mit bürgerlichem Namen Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, wurde am 26. August 1910 in Skopje geboren. Ihr Vater starb, als sie neun war. Früh verspürte sie eine tiefe religiöse Berufung. Mit 18 Jahren trat sie dem Orden der Loreto-Schwestern in Irland bei.
1929 kam sie nach Indien, wo sie den Namen Teresa zu Ehren der hl. Thérèse von Lisieux annahm. Sie unterrichtete in Kalkutta und engagierte sich bald für die Armen. 1946 hatte sie eine mystische Erfahrung, bei der Jesus sie aufforderte, alles zu verlassen und ihm in den Slums zu dienen.
Mit Erlaubnis des Papstes gründete sie 1950 die Missionarinnen der Nächstenliebe, später auch den männlichen Zweig. Das weiße Sari mit blauen Rändern wurde zum Symbol ihres Ordens. 1952 eröffnete sie das Hospiz Nirmal Hriday für Sterbende.
Durch den Journalisten Malcolm Muggeridge wurde sie weltweit bekannt. 1979 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Ihre Werke dehnten sich weltweit aus, sie traf zahlreiche Persönlichkeiten und arbeitete eng mit Papst Johannes Paul II. zusammen.
Sie starb am 5. September 1997 und wurde 2003 selig- und 2016 heiliggesprochen. Heute wirken Tausende Schwestern und Brüder in über 100 Ländern.
Ikonographie:
Mit weißem Sari mit blauen Streifen, mit Buch, Rosenkranz, mit Kindern, mit Armen
Gedenktag:
5. September
Patronin:
Der Armen, Kranken, Sterbenden und Missionarinnen der Nächstenliebe
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