Johannes Nepomuk, bekannt als der „Brückenheilige“, ist ein Märtyrer für das Beichtgeheimnis und einer der meistverehrten Heiligen in Mitteleuropa. Patron der Beichtväter, Brücken und des guten Rufs.
Johannes Nepomuk wurde um 1350 in Pomuk bei Pilsen (Tschechien) geboren und im Zisterzienserkloster erzogen. 1369 wurde er öffentlicher Notar der bischöflichen Kanzlei in Prag und 1380 zum Priester geweiht.
Nach dem Studium an den Universitäten Prag und Padua erlangte er 1387 den Doktortitel in Theologie und Kirchenrecht. 1389 ernannte ihn der Erzbischof von Prag, Johann von Jenzenstein, wegen seiner Fähigkeiten und Gerechtigkeit zum Generalvikar.
Johannes lehnte mehrfach das Bischofsamt aus Bescheidenheit ab. Seine Unbestechlichkeit machte ihn zum Opfer im Konflikt zwischen Kirche und König Wenzel IV. von Böhmen. Als er sich weigerte, das Beichtgeheimnis der Königin zu brechen, ließ ihn der König foltern.
Am 20. März 1393 wurde er auf Befehl des Königs vom Karlsbrücke in die Moldau geworfen und ertränkt. Johannes wurde zum Symbol für das Beichtgeheimnis und 1721 selig- sowie 1729 heiliggesprochen.
Seine Reliquien werden im Veitsdom in Prag aufbewahrt. Eine rote Marmorplatte auf der Karlsbrücke erinnert an seinen Tod.
Ikonografie:
In Kanonikerkleidung, bei der Beichte der Königin, mit dem Finger an den Lippen, sechs Sterne um das Haupt, mit Kreuz, Palme, Brücke, Fluss, mit anderen Heiligen.
Gedenktag:
20. März
16. Mai (im deutschsprachigen Raum)
Patron von:
Böhmen, Habsburgern, Jesuitenorden (zweiter Patron), Priestern und Beichtvätern, Flößern, Müllern, Brücken, Beichtgeheimnis, Verschwiegenheit, Rufschutz, Eigentum, gegen Verleumdung und Überschwemmungen