Skulptur des Heiligen Vitus, junger Märtyrer und einer der vierzehn Nothelfer. Symbol für Glauben, Heilung, Schutz und christlichen Mut.
Der Heilige Vitus ist einer der bekanntesten Märtyrer der christlichen Kirche und gehört zur Gruppe der vierzehn Nothelfer, die besonders in Zeiten von Krankheit und Not angerufen werden.
Obwohl die Informationen über sein Leben hauptsächlich auf Legenden beruhen, zählt er zu den meistverehrten Heiligen.
Der Überlieferung nach wurde Vitus im 3. Jahrhundert in Mazara auf Sizilien in eine heidnische Adelsfamilie geboren.
Er wurde von seiner Amme Creszentia und ihrem Ehemann Modestus, beide Christen, erzogen und im Glauben unterwiesen.
Der junge Vitus nahm den christlichen Glauben mit großer Hingabe an.
Als sein Vater davon erfuhr, versuchte er ihn mit allen Mitteln zum Abfall vom Glauben zu bewegen, jedoch ohne Erfolg.
Daraufhin wurde er den Behörden ausgeliefert.
Unter Kaiser Diokletian wurde Vitus verfolgt, jedoch durch zahlreiche Wunder beschützt.
Der Überlieferung nach wurden die Soldaten, die ihn geißeln sollten, plötzlich gelähmt und erst durch seine Fürbitte geheilt.
Er wurde eingesperrt und weiteren Prüfungen unterzogen, blieb jedoch standhaft im Glauben.
Ein Engel erschien ihm und führte ihn nach Lukanien zusammen mit Creszentia und Modestus.
Dort begann er zu predigen und Wunder zu wirken und wurde als Heiler bekannt.
Sein Ruf gelangte bis nach Rom, wo er gerufen wurde, um den an Epilepsie leidenden Sohn des Kaisers zu heilen.
Er heilte ihn durch Handauflegung, weigerte sich jedoch weiterhin, den heidnischen Göttern zu opfern.
Daraufhin wurde er erneut gefangen genommen und grausam gefoltert.
Der Überlieferung nach überstand er ein Becken mit siedendem Öl sowie die Prüfung mit Löwen, die ihm nichts antaten.
Bei einer weiteren Folter zerstörte ein Sturm den heidnischen Tempel, und Engel befreiten die Gefangenen.
Sie wurden nach Lukanien zurückgebracht, wo sie um 304 n. Chr. an den Folgen der Folter starben.
Der Heilige Vitus wurde von einer frommen Witwe namens Florentia beigesetzt.
Seine Reliquien wurden später nach Paris und Prag überführt, wo sie heute im beeindruckenden Veitsdom aufbewahrt werden.
Seine Fürsprache wird besonders bei nervösen Erkrankungen wie Epilepsie angerufen.
Ikonographie: Der Heilige Vitus wird als junger Mann mit Buch, Brot, Kessel oder Tieren dargestellt, oft zusammen mit Creszentia und Modestus.
Gedenktag: 15. Juni.
Patron: Von Prag, Sizilien, Böhmen, der Jugend, Schauspieler und Handwerker sowie angerufen gegen Epilepsie, Krämpfe, Gewitter und Augenkrankheiten.