Heilige Gertrud von Helfta | Bergland
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Hl. Gertrud (Herz)

65,39 €

Skulptur der Heiligen Gertrud von Helfta, große deutsche Mystikerin und Förderin der Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu. Symbol für geistliche Weisheit, Gebet, christliche Mystik und göttliche Liebe.

Messung: 13 cm
Ausführung: Natur Ahorn
Menge

5023G_00001

Heilige Gertrud von Helfta, genannt „die Große“

Die Heilige Gertrud von Helfta, auch bekannt als Gertrud die Große, gehört zu den bedeutendsten Mystikerinnen der mittelalterlichen christlichen Spiritualität. Ihr Leben war geprägt von einer tiefen Vereinigung mit Gott, außergewöhnlichen mystischen Erfahrungen und einer innigen Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu.

Gertrud wurde am 6. Januar 1256 wahrscheinlich in Thüringen geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren trat sie in das berühmte Kloster Helfta ein, das heute zu Eisleben gehört und damals eines der bedeutendsten geistlichen und kulturellen Frauenklöster im deutschen Raum war.

Schon früh fühlte sie sich tief mit dem klösterlichen Leben verbunden und bat darum, den Schleier der Nonnen tragen zu dürfen.

Im Kloster erhielt sie eine außergewöhnlich gute Ausbildung für ihre Zeit. Gertrud besaß einen großen Wissensdurst und widmete sich mit Leidenschaft dem Studium der Theologie, der Heiligen Schrift und der religiösen Literatur.

Doch ihr intensives Streben nach Wissen drohte sie von einem echten geistlichen Leben zu entfernen. Im Alter von etwa sechsundzwanzig Jahren erkrankte sie schwer, was ihr Leben grundlegend veränderte.

Während dieser Zeit erkannte sie, dass menschliches Wissen allein ohne die Gnade Gottes keine wahre Glückseligkeit schenken kann. Dieses Erlebnis wurde für sie zu einer tiefen inneren Bekehrung, und von diesem Moment an weihte sie ihr ganzes Leben vollständig dem Herrn.

Im Jahr 1281 hatte die Heilige Gertrud ihre erste große mystische Vision. Von da an erlebte sie tiefe geistige Vereinigungen mit Gott, die sie in ihren berühmten Werken „Offenbarungen der göttlichen Liebe“ und „Exercitia“ niederschrieb, die als Meisterwerke der christlichen Mystik gelten.

Gertrud verfasste außerdem zahlreiche Gebete und trug wesentlich zur Verbreitung der Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu bei. Sie gilt als eine der wichtigsten Förderinnen dieser Frömmigkeit in der katholischen Spiritualität.

Besonders geschätzt wurde sie wegen ihrer Fähigkeit, die Bibel auszulegen, sowie wegen der Tiefe ihrer geistlichen Gedanken. Ihre Worte und Lehren führten viele Sünder zum Glauben und zur Umkehr.

Die Heilige Gertrud ertrug ihre Krankheit geduldig ihr ganzes Leben lang und starb am 17. November 1301 im Kloster Helfta im Alter von fünfundvierzig Jahren.

Bis heute gilt sie als eine der größten deutschen Ordensfrauen und als eine der bedeutendsten Gestalten der mittelalterlichen Mystik. Ihre Schriften wurden im 20. Jahrhundert wiederentdeckt und neu geschätzt.

Während der Kolonialzeit verbreitete sich die Verehrung der Heiligen Gertrud besonders in den südamerikanischen Ländern unter spanischer Herrschaft.

Ikonographie: Die Heilige Gertrud wird mit brennendem Herzen, Kruzifix, Feder, Strahlenkranz, Hirtenstab oder mit dem Jesuskind dargestellt.

Gedenktag: 16. November – 17. November im deutschsprachigen Raum.

Patronin: Von Peru und Tarragona in Spanien.