Skulptur des Heiligen Hubertus, Bischof und Schutzpatron der Jäger, berühmt für die Vision des Hirsches mit dem Kruzifix. Symbol für Bekehrung, christlichen Glauben, Schutz und geistliches Leben.
Der Heilige Hubertus gehört zu den faszinierendsten Gestalten der mittelalterlichen christlichen Tradition. Sein Leben verbindet Geschichte, Legende und Spiritualität und machte ihn zu einem der meistverehrten Heiligen Europas, besonders als Schutzpatron der Jäger.
Wahrscheinlich wurde er um das Jahr 655 n. Chr. in Aquitanien geboren. Zunächst lebte er am Hof von König Theuderich III. in Paris und später am Hof von Pippin II. in Metz, mit dem er vermutlich verwandt war.
Der Heilige Hubertus heiratete eine Prinzessin von Löwen, mit der er einen Sohn namens Floribert hatte, der später Bischof von Lüttich wurde.
Nach dem Tod seiner Frau veränderte Hubertus sein Leben grundlegend. Er entschied sich, sich ganz dem christlichen Glauben und der Verkündigung des Evangeliums zu widmen.
Besonders engagierte er sich für die Evangelisierung der Regionen Brabant und Ardennen, weshalb er auch als „Apostel der Ardennen“ bezeichnet wird.
In dieser Region gründete er eine bedeutende Abtei, die bis heute seinen Namen trägt und die Reliquien des Heiligen bewahrt.
Historisch gesichert ist, dass der Heilige Hubertus ab 705 n. Chr. Bischof von Maastricht-Tongeren war und auf den Heiligen Lambertus folgte. Im Jahr 717 n. Chr. verlegte er wegen der normannischen Bedrohung den Bischofssitz nach Lüttich.
Während seines Bischofsamtes widmete er sich mit großem Eifer der Verbreitung des Christentums in den Ardennen und hinterließ dort einen tiefen geistlichen Einfluss.
Der Heilige Hubertus starb am 30. Mai 727 n. Chr. in Tervuren bei Brüssel.
Berühmt wurde der Heilige Hubertus vor allem durch die bekannte Legende seiner Bekehrung.
Der Überlieferung nach war Hubertus leidenschaftlicher Jäger und führte zunächst ein weltliches und ungeordnetes Leben. Während einer Jagd erschien ihm jedoch ein prächtiger Hirsch mit einem leuchtenden Kruzifix zwischen seinem Geweih.
Diese Erscheinung forderte ihn auf, sein sündiges Leben aufzugeben und sich Gott zuzuwenden. Nach diesem Erlebnis gab Hubertus die Jagd auf und führte fortan ein einfaches Leben im Gebet, in der Nächstenliebe und in der Verkündigung des Evangeliums.
Seit dem 11. Jahrhundert gilt der Heilige Hubertus als Schutzpatron der Jäger. Noch heute nehmen am 3. November, seinem Gedenktag, zahlreiche Jäger, Bogenschützen und Gläubige an Feierlichkeiten zu seinen Ehren teil.
Viele volkstümliche Bräuche sind mit seiner Verehrung verbunden, darunter das Hubertusbrot, der Hubertusschlüssel und die Segnung der Jagdtiere.
Ikonographie: Der Heilige Hubertus wird als Bischof oder Jäger dargestellt, mit einem Hirsch, zwischen dessen Geweih ein leuchtendes Kruzifix erscheint; häufig mit Jagdhunden, Jagdhorn, Buch oder Schlüssel.
Gedenktag: 3. November.
Patron: Der Ardennen, des Bistums Lüttich, der Jäger, Bogenschützen, Jagdhunde und angerufen gegen Tollwut, Hundebisse und Schlangenbisse.
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