Der heilige Stephanus gilt als der erste christliche Märtyrer, auch „Protomärtyrer“ genannt. Als Diakon in Jerusalem wurde er wegen seines Glaubens gesteinigt. Er ist Schutzpatron vieler Berufe und wird weltweit verehrt.
Der heilige Stephanus ist der erste Märtyrer der christlichen Kirche und wird daher auch als Protomärtyrer bezeichnet. Seine Geschichte ist ein Vorbild für alle, die für ihren Glauben leiden.
Der Überlieferung nach wurde er im Jahr 1 n. Chr. geboren und war ein hellenistischer Jude, also jüdischer Herkunft mit griechischer Sprache. Er gehörte zu den sieben Diakonen, die von den Aposteln ausgewählt wurden, um den armen Mitgliedern der Gemeinde in Jerusalem zu dienen.
Stephanus war ein begabter Prediger mit großem Charisma. Er kümmerte sich um Arme und Witwen und gewann viele Menschen für das Evangelium. Aus Neid verklagten ihn einige hellenistische Juden vor dem Sanhedrin mit falschen Zeugen.
Vor Gericht hielt Stephanus eine beeindruckende Rede, die die Richter erzürnte. Der Legende nach strahlte sein Gesicht wie das eines Engels, woraufhin der Richter seine Steinigung befahl. Er wurde aus der Stadt gezerrt und mit Steinen erschlagen, während er betete und seinen Feinden vergab.
Zu seinen Anklägern soll auch Saulus, der spätere Apostel Paulus, gehört haben. Seine Gebeine wurden zunächst in Jerusalem und später in die Basilika San Lorenzo fuori le Mura in Rom überführt.
Im Laufe der Jahrhunderte entstanden viele Volksbräuche zu Ehren des heiligen Stephanus, wie Pferdesegnungen, das Stephanusbrot oder das Segnen von Getreide. Sein Gedenktag am 26. Dezember ist in vielen Ländern ein Feiertag.
Ikonografie:
als Diakon, mit Palme, Steinen, Evangelienbuch, bei der Steinigung, mit Laurentius und Vinzenz von Saragossa.
Gedenktag:
26. Dezember
Patron:
von Prato, Biella, Pferden, Stallknechten, Kutschern, Zimmerleuten, Schneidern, Maurern, Böttchern, Steinmetzen, Webern; für einen guten Tod; gegen Kopfschmerzen, Milzschmerzen, Nierensteine, Besessenheit.