Heiliger Ulrich | Bergland
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Hl. Ulrich

2.068,88 €

Skulptur des Heiligen Ulrich, Bischof von Augsburg und bedeutender geistlicher Führer des Mittelalters. Symbol für Demut, christlichen Glauben, Schutz und geistliche Weisheit.

Messung: 65 cm
Ausführung: Mehrtönig Gebeizt Linde
Menge

Heiliger Ulrich (Uldarich, Ulderich, Udalrich)

Der Heilige Ulrich, auch bekannt als Uldarich, Ulderich oder Udalrich, war einer der bedeutendsten Bischöfe des deutschen Mittelalters und eine Persönlichkeit von großer geistlicher und politischer Bedeutung in der Geschichte der Kirche.

Er wurde um das Jahr 890 n. Chr. wahrscheinlich in Kyburg in der Schweiz oder in Augsburg als Sohn von Hupaldo von Dillingen und seiner Frau Thetpirga geboren.

Schon früh wurde er auf das religiöse Leben vorbereitet und zur Ausbildung in die Abtei Sankt Gallen in der Schweiz geschickt.

Nach dem Tod seines Vaters musste er jedoch nach Augsburg zurückkehren. Im Jahr 908 n. Chr. führte ihn sein Onkel Adalbero, der Bischof der Stadt, offiziell in das Priestertum ein und übertrug ihm wichtige Verwaltungsaufgaben der Diözese.

Im Jahr 909 n. Chr., während Ulrich als Pilger in Rom weilte, erfuhr er vom Tod seines Onkels Adalbero. Trotz seines jungen Alters wollte ihn Papst Sergius III. zum Bischof von Augsburg und Nachfolger seines Onkels ernennen.

Aus Demut und Verantwortungsbewusstsein lehnte Ulrich das Bischofsamt zunächst ab. Der Papst sagte ihm jedoch voraus, dass ihm diese Aufgabe eines Tages dennoch übertragen werde, allerdings in einer schwierigen Zeit für die Diözese.

Als er nach Augsburg zurückkehrte, war bereits Hiltin zum neuen Bischof gewählt worden. Vierzehn Jahre lang kümmerte sich Ulrich um seine Familie, verwaltete das väterliche Vermögen und sorgte für seine Mutter.

Im Jahr 923 n. Chr., nach dem Tod Hiltins, ernannte König Heinrich I. Ulrich schließlich zum neuen Bischof von Augsburg und erfüllte damit die Prophezeiung von Papst Sergius III.

Die Lage der Stadt war wegen der Ungarneinfälle äußerst schwierig. Zum Schutz Augsburgs ließ der Heilige Ulrich eine große Steinmauer um die Stadt errichten.

Zudem unterstützte er König Otto I. militärisch und trug wesentlich zum entscheidenden Sieg über die Ungarn im Jahr 955 n. Chr. bei.

Der Heilige Ulrich zeichnete sich durch große Weisheit, Disziplin und Spiritualität aus. Mit diplomatischem Geschick vermittelte er auch die Versöhnung zwischen Otto I. und dessen Sohn Liudolf.

Trotz seiner politischen und religiösen Bedeutung lebte er weiterhin bescheiden und widmete sich den Armen und Bedürftigen.

Er war ein großer Prediger und Förderer des religiösen Lebens: Er ließ zahlreiche Kirchen wiederaufbauen, unterstützte das Mönchtum und förderte den Klerus.

Der Heilige Ulrich starb am 4. Juli 973 n. Chr. nach fünfzig Jahren als Bischof, während derer er das Volk geistlich leitete und die Stadt Augsburg mutig verteidigte.

Er wurde von seinem Freund Wolfgang von Regensburg in der Kirche Sankt Afra in Augsburg beigesetzt, die heute als Basilika Sankt Ulrich und Afra bekannt ist.

Im Jahr 993 n. Chr. wurde der Heilige Ulrich offiziell heiliggesprochen und war damit der erste Heilige, der durch ein formelles Verfahren von einem Papst kanonisiert wurde.

Über viele Jahrhunderte war er einer der meistverehrten Heiligen Westeuropas, und zahlreiche Volksbräuche entwickelten sich um seine Person, darunter das Ulrichskreuz, der Ulrichsbrunnen und das Ulrichswasser.

Ikonographie: Der Heilige Ulrich wird als Bischof mit Evangelienbuch, Fisch, Ratten oder Pferd dargestellt.

Gedenktag: 4. Juli.

Patron: Der Diözese und Stadt Augsburg, der Winzer, Fischer, Weber, Reisenden und Wanderer; angerufen gegen Fieber, Tollwut, Überschwemmungen, Ratten- und Mäuseplagen sowie schwere Geburten.

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