Skulptur der Heiligen Verena, christliche Jungfrau und Wohltäterin. Symbol für Nächstenliebe, Krankenpflege, Demut und Hingabe an den Nächsten.
Die Heilige Verena gehört zu den bekanntesten und meistverehrten Heiligen der Schweiz, auch wenn die meisten Informationen über ihr Leben auf Legenden beruhen.
Der Überlieferung nach lebte sie im 4. Jahrhundert n. Chr. und wurde in Theben in Oberägypten in eine christliche Adelsfamilie geboren.
Verena schloss sich der Thebäischen Legion unter der Führung des Heiligen Mauritius an, mit dessen Familie sie verwandt war.
Sie gelangte nach Italien, um verfolgten Christen zu helfen, kümmerte sich um Gefangene und bestattete Märtyrer in Mailand.
Später reiste sie nach Agaunum (heute Saint-Maurice in der Schweiz), um den enthaupteten Heiligen Mauritius zu bestatten.
Danach zog sie weiter nach Solothurn, wo sie eine Zeit lang in einer Höhle lebte, die später zu einer Kapelle umgebaut wurde und noch heute besucht werden kann.
Verena wurde vor allem wegen ihrer heilenden Kräfte bekannt.
Zahlreiche Kranke suchten sie auf und wurden der Überlieferung nach durch ihre Fürbitte geheilt.
Die Heilige Verena gründete außerdem eine Gemeinschaft von Frauen, die sich um Arme und Aussätzige kümmerte.
Durch ihr vorbildliches Leben trug sie wesentlich zur Verbreitung des Christentums unter den Alemannen bei.
Eines Tages wurde sie auf Befehl eines christenfeindlichen römischen Statthalters verhaftet.
Als dieser später erkrankte, heilte Verena ihn.
Daraufhin wurde sie freigelassen, jedoch dennoch ins Exil geschickt.
Sie ließ sich in Tenedo (heute Zurzach in der Schweiz) nieder, wo sie als Haushälterin eines Priesters arbeitete.
Täglich kümmerte sie sich weiterhin um Bedürftige und trug eine Wasserkrug und einen Kamm, um Aussätzige außerhalb der Stadt zu waschen und zu pflegen.
Sie starb um 350 n. Chr. in Zurzach, wo ihre Reliquien bis heute aufbewahrt werden.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich ihr Grab zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.
Im 5. Jahrhundert wurde über ihrem Grab eine Kirche errichtet, später ein Kloster und schließlich ein Chorherrenstift.
Zu den wertvollsten Reliquien gehört auch ein kunstvoll gefertigtes Armreliquiar.
Ikonographie: Die Heilige Verena wird als Jungfrau, Einsiedlerin oder Nonne mit Kamm und Wasserkrug dargestellt, manchmal auch mit Brot oder Fisch.
Gedenktag: 1. September.
Patronin: Der Armen, Bedürftigen, Pfarrhaushälterinnen, Fischer und Schiffer.
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